{"id":1287,"date":"2020-11-16T12:15:42","date_gmt":"2020-11-16T11:15:42","guid":{"rendered":"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/?page_id=1287"},"modified":"2022-09-29T11:45:57","modified_gmt":"2022-09-29T09:45:57","slug":"grundlegende-informationen-zur-teilhabe-von-menschen-mit-behinderung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/capacity-building\/roadbox\/grundlegende-informationen-zur-teilhabe-von-menschen-mit-behinderung\/","title":{"rendered":"Grundlegende Informationen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung"},"content":{"rendered":"\n<h1>\n\t\tGrundlegende Informationen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung\n\t<\/h1>\n\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/04\/titelbild-kachel-teilhabe.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/04\/titelbild-kachel-teilhabe.jpg 2954w, https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/04\/titelbild-kachel-teilhabe-300x203.jpg 300w, https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/04\/titelbild-kachel-teilhabe-1024x693.jpg 1024w, https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/04\/titelbild-kachel-teilhabe-768x520.jpg 768w, https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/04\/titelbild-kachel-teilhabe-1536x1040.jpg 1536w\" width=\"2954\" height=\"2000\"\/>\n\t\t\t\t\t\t<p>&copy; Handicap International<\/p>\n\t<div class=\"pdfprnt-buttons\"><a href=\"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1287?print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/pdf-print-buttons\/pdf_3_button.png?2014909580\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><span class=\"pdfprnt-button-title pdfprnt-button-pdf-title\">Dieses Kapitel als PDF herunterladen<\/span><\/a><\/div>\n\t<h2>Einleitung: Teilhabe von Menschen mit Behinderung<\/h2>\n<p>Das heutige Konzept von Teilhabe f\u00fcr Menschen mit Behinderung ist im historischen Vergleich noch jung. Dieses Kapitel enth\u00e4lt eine Begriffsdefinition und stellt die historische Entwicklung von Teilhabe und zentrale Anlaufstellen im Internet vor. Au\u00dferdem erkl\u00e4ren die Sozialhelden, wie Sie mit Menschen mit Behinderungen umgehen sollten &#8211; und wie auf keinen Fall.<\/p>\n\t<h2>Video: <em>&#8220;Vorurteile \u00fcber Behinderung &#8211; Schluss damit!&#8221;<\/em><\/h2>\n\t  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/plugins\/borlabs-cookie\/assets\/images\/cb-no-thumbnail.png\" alt=\"YouTube\"\/>  <p>Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerkl\u00e4rung von YouTube.<br \/><a href=\"https:\/\/policies.google.com\/privacy\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Mehr erfahren<\/a> <a href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Video laden<\/a> <label><input type=\"checkbox\" name=\"unblockAll\" value=\"1\" checked\/> <small>YouTube immer entsperren<\/small><\/label><\/p>   \n\t<h2>Definition und Reflektion zum Begriff der Teilhabe und zentrale Anlaufstellen zum Thema<\/h2>\n<p>Der Begriff der Teilhabe ist noch relativ jung. Er entstand im Zug eines Paradigmenwechsels: von der passiven F\u00fcrsorge und Versorgung von Menschen mit Behinderung hin zu deren aktiver Mitbestimmung. Dies ist ein normativer Prozess, der die Sozialgesetzgebung f\u00fcr Menschen mit Behinderung beeinflusst und der sich stetig entwickelt: Zahlreiche Rechte, aber auch das Menschenbild, das heute viele von Menschen mit Behinderung haben, waren vor 60 Jahren in Deutschland undenkbar.<\/p>\n<p>Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist mit der Definition der World Health Organization (WHO) im Jahr 2001 erstmals in Deutschland ins Bewusstsein ger\u00fcckt. Bis dahin hatte die WHO Behinderung eindimensional definiert: Aus einer pers\u00f6nlichen Beeintr\u00e4chtigung (<em>impairment<\/em>) entstand eine Funktionsbeeintr\u00e4chtigung (<em>disability<\/em>), die zu einer sozialen Beeintr\u00e4chtigung (<em>handicap<\/em>) f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Seit 2001 wird Behinderung hingegen als das Ergebnis einer negativen Wechselwirkung zwischen der Beeintr\u00e4chtigung einer Person und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die deren Teilhabe verhindern, verstanden.<\/p>\n<p>Teilhabe ist als sozialpolitisches Konzept f\u00fcr Integration, Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und Mitwirkung definiert: Teilhabe bedeutet, dazuzugeh\u00f6ren statt dabei zu sein. Teilhabe ist die \u00dcbersetzung des englischen Begriffs <em>participation<\/em> &#8211; klingt im Deutschen aber vielleicht nicht ganz so aktiv wie das englische Original. Es gibt in der Behindertencommunity deshalb unterschiedliche Auffassungen dar\u00fcber, ob das Konzept der Mitwirkung im Begriff Teilhabe stark genug verwirklicht ist.<\/p>\n<p>Teilhabe kann in dieser Lesart bedeuten, dass Menschen mit Behinderung ein Geb\u00e4ude barrierefrei betreten k\u00f6nnen. Partizipation bedeutet, dass sie bei der Planung des Geb\u00e4udes mitentscheiden. Mit beiden Begriffen verbunden ist in jedem Fall aber eine Selbstwirksamkeitserwartung: Was ich tue, z\u00e4hlt, meine Meinung wird geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Der Begriff Teilhabe ist eng mit dem der \u201eInklusion&#8221; verkn\u00fcpft: Inklusion ist weniger ein eigenes Ziel als vielmehr ein Mittel: Damit Menschen mit Behinderung in allen f\u00fcr sie relevanten Lebensbereichen selbstbestimmt teilhaben k\u00f6nnen, braucht es Inklusion. Inklusion ist das Mittel und Teilhabe das Ergebnis. Und obwohl Inklusion ein Mittel ist, geht sie \u00fcber das blo\u00dfe Dabeisein hinaus: So argumentiert zum Beispiel die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), dass mit Inklusion nicht vorrangig die formale Zugeh\u00f6rigkeit gemeint ist, sondern das Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl: Menschen mit Behinderung m\u00fcssen sp\u00fcren k\u00f6nnen, dass sie dazu geh\u00f6ren. Jedoch ist dieses Gef\u00fchl f\u00fcr viele Menschen mit Behinderung in Deutschland noch nicht Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Damit wird deutlich, dass der Begriff der Teilhabe eine normative Forderung ist, der die gesellschaftliche, politische und sozialrechtliche Realit\u00e4t noch nicht vollends entspricht. Das Konzept des Anders- beziehungsweise Fremdmachens, das sogenannten Othering, spielt hier eine gro\u00dfe Rolle. Othering bezeichnet die Distanzierung der Gruppe, der man sich zugeh\u00f6rig f\u00fchlt (Eigengruppe), von anderen Gruppen. Im Fall der Gruppe der Menschen mit Behinderung sind sie \u201edie Anderen&#8221;, die auch einen Platz am Tisch beanspruchen, einen vollwertigen Status des Dazugeh\u00f6rens.<\/p>\n<p>Zur Manifestierung des Andersseins tr\u00e4gt dabei auch der Begriff der Behinderung selbst bei: Er spiegelt eine Defizit- und keine Ressourcenorientierung wider, eine Minusbilanz, unabh\u00e4ngig davon, ob damit Menschen, Strukturen oder Umwelt gemeint sind. Dasselbe gilt f\u00fcr die Begriffe \u201eVersorgung&#8221;, \u201eBehindertenhilfe&#8221;, \u201eEingliederungshilfe&#8221; (die sozialrechtliche Leistungsanspr\u00fcche f\u00fcr Menschen mit Behinderung definieren).<\/p>\n<p>Das Konzept der Teilhabe will dieses Anders- und Behindertsein normalisieren und sp\u00e4ter sogar aufl\u00f6sen &#8211; und das auf allen Ebenen: politisch, rechtlich und gesellschaftlich. Ein Indikator f\u00fcr dessen Gelingen ist dabei, dass sich der Begriff der Teilhabe gegen\u00fcber anderen Bezeichnungen wie zum Beispiel \u201eBehindertenhilfe&#8221; nach und nach durchsetzt.<\/p>\n<p>Doch bis zu einer vollst\u00e4ndigen Verwirklichung von Teilhabe ist es noch ein langer Weg. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hat im Jahr 2014 eine <a href=\"http:\/\/docplayer.org\/5353883-Gesellschaftliche-teilhabesituation-von-menschen-mit-behinderung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umfrage<\/a> durchgef\u00fchrt, unter anderem zur Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung. Weniger als zehn Prozent der Befragten trauen Menschen mit geistiger Behinderung die uneingeschr\u00e4nkte Teilhabe bei Wohnen, Schule, Urlaub und Arbeit zu.<\/p>\n<p>Das ist erschreckend wenig, und es zeigt eine wechselseitige Problematik: You can&#8217;t be what you can&#8217;t see &#8211; was wir uns nicht vorstellen k\u00f6nnen, das k\u00f6nnen wir nicht werden, daf\u00fcr k\u00f6nnen wir nicht k\u00e4mpfen. Und wof\u00fcr wir nicht k\u00e4mpfen k\u00f6nnen, das k\u00f6nnen wir nicht erreichen.<\/p>\n<p>Aber wir k\u00f6nnen anfangen. Wir k\u00f6nnen uns etwas vorstellen, dass es noch nicht gibt, f\u00fcr etwas k\u00e4mpfen, dass es noch nicht gibt &#8211; und wie im vorliegenden Fall \u00fcber etwas informieren, das es vorher noch nicht gab: Mit der Roadbox von Handicap International informieren wir umfassend \u00fcber Teilhabem\u00f6glichkeiten und Rechte von und f\u00fcr gefl\u00fcchtete Menschen mit Behinderung &#8211; und tragen damit zur deren Erreichung bei.<\/p>\n\t<h2><strong>Praktische Tipps f\u00fcr den Umgang mit Menschen mit Behinderung<\/strong><\/h2>\n<p><b>Von Judyta Smykowski und Uwe Nicksch, Sozialhelden<\/b><\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-0\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-0\">Allgemeine \u00dcberlegungen und Zahlen zum Thema<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-0\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-0\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Inklusion ist kein karitativer Akt, sondern ein Menschenrecht. Sie bedeutet, dass kein Mensch ausgeschlossen, ausgegrenzt oder an den Rand der Gesellschaft gedr\u00e4ngt werden darf. Inklusion hei\u00dft auch, dass jede*r Mensch gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben soll. Sie erm\u00f6glicht, das Potenzial aller Menschen zu f\u00f6rdern und Chancengleichheit f\u00fcr alle Menschen sicherzustellen. Die Teilhabe an der Gesellschaft ist allerdings f\u00fcr Menschen mit Behinderung durch physische und psychische Barrieren teilweise stark eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Inklusion sollte selbstverst\u00e4ndlich sein, ist sie aber leider noch nicht. Menschen k\u00f6nnen auch unabsichtlich andere behindern. Nachfolgend zeigt Ihnen das Team der Sozialheld*innen &#8211; ein Verein, der sich f\u00fcr die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung einsetzt &#8211; was Sie konkret tun k\u00f6nnen, um Inklusion zu erm\u00f6glichen und zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst betrachten wir einige Zahlen &#8211; denn es leben viel mehr Menschen mit einer Behinderung als man zun\u00e4chst vielleicht vermuten k\u00f6nnte. Laut Weltgesundheitsorganisation haben rund dreizehn Prozent der Menschen weltweit eine Behinderung<span id='easy-footnote-1-1287' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/capacity-building\/roadbox\/grundlegende-informationen-zur-teilhabe-von-menschen-mit-behinderung\/#easy-footnote-bottom-1-1287' title='WHO: Summary &amp;#8211; World Report on Disability. 2011. '><sup>1<\/sup><\/a><\/span>.\u00a0In Deutschland sind etwa sechs bis acht Millionen B\u00fcrger*innen behindert, das sind sieben bis zehn Prozent der Bev\u00f6lkerung<span id='easy-footnote-2-1287' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/capacity-building\/roadbox\/grundlegende-informationen-zur-teilhabe-von-menschen-mit-behinderung\/#easy-footnote-bottom-2-1287' title=' Statistisches Bundesamt: Sozialleistungen &amp;#8211; Schwerbehinderte Menschen. 2017.'><sup>2<\/sup><\/a><\/span>.<\/p>\n<p>Doch nur etwa drei Prozent der Menschen werden mit einer Behinderung geboren. Der \u00fcberwiegende Teil der Menschen erwirbt die Behinderung erst im Laufe des Lebens &#8211; Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind Unf\u00e4lle, Krankheiten, altersbedingte Ver\u00e4nderungen und Weiteres.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-1\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-1\">Arten von Behinderung<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-1\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-1\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Behinderungen k\u00f6nnen verschiedene Sinne betreffen und permanent oder vor\u00fcbergehend sein. Ebenfalls ist es m\u00f6glich, mehrere Behinderungen gleichzeitig zu haben.<\/p>\nBehinderung wird im Sozialgesetzbuch (\u00a72 SGB IX Absatz 1) wie folgt definiert:<br \/>\n<em>&#8220;Menschen mit Behinderungen sind Menschen, die k\u00f6rperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeintr\u00e4chtigungen haben, die sie in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren an der gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit l\u00e4nger als sechs Monate hindern k\u00f6nnen. Eine Beeintr\u00e4chtigung nach Satz 1 liegt vor, wenn der K\u00f6rper- und Gesundheitszustand von dem f\u00fcr das Lebensalter typischen Zustand abweicht. Menschen sind von Behinderung bedroht, wenn eine Beeintr\u00e4chtigung nach Satz 1 zu erwarten ist.&#8221;<span id='easy-footnote-3-1287' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/capacity-building\/roadbox\/grundlegende-informationen-zur-teilhabe-von-menschen-mit-behinderung\/#easy-footnote-bottom-3-1287' title='SGB IX Absatz 1 Begriffsbestimmungen. 2020. '><sup>3<\/sup><\/a><\/span><\/em>\n<p><strong>Grob wird in folgende Arten von Behinderung unterschieden:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Menschen mit einer Sehbehinderung &#8211; abnehmende Sehscha\u0308rfe, Kontrastarmut, Blendeempfindlichkeit, Gesichtsfeldverengung (\u201eTunnelblick&#8221;), Zentrale Gesichtsfeldausfa\u0308lle (\u201eschwarze Flecken&#8221;), Farbblindheit, teilweise oder vollsta\u0308ndige Blindheit<\/li>\n<li>Menschen mit einer H\u00f6rbehinderung &#8211; Schwerh\u00f6rigkeit, Resth\u00f6rigkeit, Geh\u00f6rlos<\/li>\n<li>Menschen mit Mobilit\u00e4tseinschr\u00e4nkungen und motorischen Behinderungen &#8211; Mobilita\u0308tseinschra\u0308nkungen &#8211; oft mit der Nutzung von Rollstu\u0308hlen, Rollatoren, Gehhilfen usw. verbunden, eingeschra\u0308nkte Beweglichkeit, La\u0308hmungen, Spastiken oder Tremor<\/li>\n<li>Menschen mit kognitiven Behinderungen &#8211; von au\u00dfen oft nicht sichtbar &#8211; Down-Syndrom, Lernschwierigkeiten, Analphabetismus, psychische Erkrankungen wie Depressionen, Phobien oder Zwangshandlungen; Epilepsie, Stress<\/li>\n<li>Autismus\/Neurodiversit\u00e4t &#8211; nicht sichtbar, neurologisch bedingte Wesensart gekennzeichnet durch eine andere Wahrnehmungsverarbeitung, andere Denk- und Lernstile, eine andere Art der sozialen Interaktion und Kommunikation; Menschen mit Autismus oder Neurodiversit\u00e4t unterscheiden sich zum Teil stark voneinander.<span id='easy-footnote-4-1287' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/capacity-building\/roadbox\/grundlegende-informationen-zur-teilhabe-von-menschen-mit-behinderung\/#easy-footnote-bottom-4-1287' title='Statistisches Bundesamt: Sozialleistungen &amp;#8211; Schwerbehinderte Menschen. 2017.'><sup>4<\/sup><\/a><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die jeweiligen Behinderungen m\u00fcssen nicht immer sofort ersichtlich sein. Die Nutzung eines Hilfsmittels wie Rollstuhl, Gehhilfe oder Taststock deuten oftmals auf eine Behinderung der Person hin. Bei einer nicht sichtbaren Behinderung ist ein direkter Austausch notwendig. Mehr dazu in dem Kapitel \u201eBeratungssituationen und Umgebung barrierefrei gestalten&#8221;.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-2\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-2\">Sichtweisen auf Menschen mit Behinderung<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-2\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-2\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>In der Gesellschaft herrschen verschiedene Sichtweisen auf Menschen mit Behinderung vor.<span id='easy-footnote-5-1287' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/capacity-building\/roadbox\/grundlegende-informationen-zur-teilhabe-von-menschen-mit-behinderung\/#easy-footnote-bottom-5-1287' title='Vgl. bpb: Behinderung und Medien &amp;#8211; ein Perspektivwechsel. 2016.'><sup>5<\/sup><\/a><\/span><\/p>\n<p>Teilweise dominiert immer noch der medizinische Blick auf Menschen mit Behinderung, der Menschen ausschlie\u00dflich auf das \u201eDefizit&#8221; der Behinderung reduziert.<span id='easy-footnote-6-1287' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/capacity-building\/roadbox\/grundlegende-informationen-zur-teilhabe-von-menschen-mit-behinderung\/#easy-footnote-bottom-6-1287' title='Vgl. Ebd.'><sup>6<\/sup><\/a><\/span> Auch der medizinische Fortschritt, der Behinderung \u201eausmerzen&#8221; oder zumindest vermindern soll, steht hier im Vordergrund. Der Mensch wird mit der Behinderung gleichgesetzt und so als Problem angesehen. Erfreulicherweise findet an dieser Stelle langsam ein Paradigmenwechsel statt, und die Mehrheitsgesellschaft erkennt langsam, dass vor allem Umwelt und soziales Umfeld mit den vielen Barrieren sowie die gesellschaftlichen Bedingungen dazu f\u00fchren, dass Menschen behindert werden. Diese soziale Definition von Behinderung findet nun auch in Gesetzestexten Beachtung.<\/p>\n<p>Die Behindertenrechtskonvention, die von Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert wurde, entwickelt den Begriff der Behinderung insofern weiter, als dass sie die gesellschaftlichen Barrieren st\u00e4rker in den Vordergrund r\u00fcckt. So lautet Artikel 1 und Pr\u00e4ambel der UN-BRK:<\/p>\n<p><em>\u201eZweck dieses \u00dcbereinkommens ist es, den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderungen zu f\u00f6rdern, zu sch\u00fctzen und zu gew\u00e4hrleisten und die Achtung der ihnen innewohnenden W\u00fcrde zu f\u00f6rdern. Zu den Menschen mit Behinderungen z\u00e4hlen Menschen, die langfristige k\u00f6rperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeintr\u00e4chtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern k\u00f6nnen.&#8221;<span id='easy-footnote-7-1287' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/capacity-building\/roadbox\/grundlegende-informationen-zur-teilhabe-von-menschen-mit-behinderung\/#easy-footnote-bottom-7-1287' title='UN-BRK Artikel 1, 2017.'><sup>7<\/sup><\/a><\/span><\/em><\/p>\n<p>Beim \u00a7 2 SGB IX (Sozialgesetzbuch) wird herausgestellt, dass materielle Bedingungen und gesellschaftliche Einstellungen in Wechselwirkung mit \u201ek\u00f6rperlichen, seelischen, geistigen oder Sinnesbeeintr\u00e4chtigungen&#8221; eine gleichberechtigte Teilhabe verhindern k\u00f6nnen. Die Neudefinition wurde an die UN-Behindertenrechtskonvention angepasst (Oktober 2020). Die UN-BRK vermittelt, dass sich die Behinderung erst durch die mangelnde Interaktion zwischen der Person und dem \u00f6ffentlichen Leben offenbart. Wir sollten uns demnach eher an dem Gedanken orientieren, dass wir als Gesellschaft eine Teilhabe f\u00fcr alle Menschen erm\u00f6glichen m\u00fcssen, um Inklusion wirklich zu leben.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-3\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-3\">Sensible Sprache<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-3\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-3\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>In vielen F\u00e4llen wird Sprache durch die Medien gepr\u00e4gt. Medienvertreter*innen sprechen und berichten h\u00e4ufig bewundernd, staunend, aber auch mitleidig oder ausschlie\u00dfend \u00fcber Menschen mit Behinderung.<\/p>\nIm privaten Umfeld gibt es oft ebenso eine behindertenfeindliche Sprache. Unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind diskriminierende Ausdr\u00fccke wie \u201eSpast&#8221; oder die Frage \u201eBist du behindert?&#8221; verbreitet.<br \/>\nDas f\u00fchrt dazu, dass Menschen mit Behinderung sich teilweise selbst von dem Wort Behinderung distanzieren. Doch das ist nach unserer Meinung genau der falsche Ansatz, denn Menschen mit Behinderung m\u00fcssen sich das Wort wieder aneignen und mit der Bedeutung f\u00fcllen, die es hat: Die Beschreibung eines Zustands und das damit verbundene Recht auf Nachteilsausgleich.\n<p>Die behindertenfeindliche Sprache nutzen Menschen teilweise unbedacht, da sie in den normalen Sprachgebrauch \u00fcbergegangen ist. Erst durch den Austausch mit Betroffenen ist eine ver\u00e4nderte Wahrnehmung m\u00f6glich. Im folgenden Clip sprechen die Youtuber Unge und MrTrashpack mit dem Inklusionsaktivisten Raul Krauthausen \u00fcber diskriminierende Phrasen in der Jugendsprache und wie diese Menschen mit Behinderung diskriminieren kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ES9lvuPY4fk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Raul Krauthausen, Unge und MrTrashpack \u00fcber die Themen Behinderung, Jugendsprache und Diskriminierung<\/a><\/p>\nLangsam vollzieht sich allerdings eine Entwicklung in der medialen Berichterstattung &#8211; hin zum klischeefreien und thematisch bezogenen Journalismus.<br \/>\nZum Beispiel werden Menschen mit Behinderung als Teil der Gesellschaft dargestellt, ohne dass Behinderung explizit Thema ist. Ein Beispiel daf\u00fcr ist ein Artikel bei Zeit Online, bei dem es um die Gehaltsuntergrenze bei Auszubildenden geht und als Titelbild eine Person im Rollstuhl in einem Handwerksberuf gezeigt wird (Zeit Online: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2019-05\/azubi-mindestlohn-erstes-ausbildungsjahr-mindestverguetung-folgejahre-erhoehung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eAnja Karliczek schl\u00e4gt Gehaltsuntergrenze f\u00fcr Auszubildende vor&#8221;<\/a>, 13.05.2019)\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/03\/screenshot_zeit_online.png\" alt=\"Artikel bei Zeit Online mit dem Titel \u201eAnja Karliczek schl\u00e4gt Gehaltsuntergrenze f\u00fcr Auszubildende vor\". Das Titelbild zeigt einen jungen Mann im Rollstuhl sitzend, der in einer Holzwerkstatt an einem M\u00f6belst\u00fcck arbeitet.\" \/><\/p>\n<p>Ebenso sind Schwerpunkte zu finden, die ausf\u00fchrlich \u00fcber das Thema Behinderung berichten und dazu wertvolle Weiterleitungen zu Personen oder Institutionen enthalten. Das junge Angebot von ARD und ZDF \u201eFunk&#8221; hatte eine Woche lang den Themenschwerpunkt <a href=\"https:\/\/presse.funk.net\/pressemeldung\/funk-schwerpunkt-leben-mit-behinderung\/?fbclid=IwAR0ff7T1Y1T_bbmOYx0iOhQr8rjCGfg2GcOGHGpcgaqbqVxjozR8M8zbYF0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eLeben mit Behinderung&#8221;<\/a>. Hier bleibt festzustellen, dass Behinderung nicht nur als Themenwoche stattfinden darf, sondern einen festen Platz im Programm haben muss.<\/p>\n<p>Positiv ist, dass auch in globalen Krisenzeiten der Blick auf Menschen mit Behinderung und deren Herausforderungen erm\u00f6glicht wird. Portraits, Zitate oder Beschreibungen von Alltagssituationen helfen Au\u00dfenstehenden dabei, einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Wie k\u00f6nnen zum Beispiel Menschen mit Sehbehinderung Abstandsregeln wahren? Um diese Frage geht es im Artikel auf der Medienplattform \u201erefinery29&#8243; <a href=\"https:\/\/www.refinery29.com\/de-de\/2020\/08\/9976464\/sehbehinderung-abstandsregeln-herausforderung-corona?fbclid=IwAR3pAxQnJTxlEyXDtqdNs8QB28xuwyCax5lP7f7iBCMT1COob-Jw2C9VByA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eBist du blind, oder was?&#8221; Abstandsregeln sind f\u00fcr mich als Sehbe_hinderte eine Herausforderung&#8221;<\/a> (refinery29, Mary Mammoliti und Maike Bartsch, 24.08.2020). W\u00fcnschenswert w\u00e4re es, g\u00e4be es noch viel mehr Berichte \u00fcber Menschen mit Behinderung, in denen die Behinderung selbst keine Rolle mehr spielt &#8211; denn die Behinderung ist nur eine Eigenschaft von vielen, die ein Mensch haben kann.<\/p>\n<p>Das Projekt <a href=\"http:\/\/www.leidmedien.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.leidmedien.de<\/a> der Sozialheld*innen gibt im Folgenden konkrete Formulierungshilfen:<\/p>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/03\/tabelle_leidmediende.png\" alt=\"\" \/><br \/>\nMehr Informationen: <a href=\"https:\/\/leidmedien.de\/begriffe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/leidmedien.de\/begriffe\/<\/a>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t<h3>Konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr den Kontakt mit behinderten Menschen<\/h3>\n<p>Nichtbehinderte Personen, die bislang keinen Kontakt zu Menschen mit Behinderung hatten, k\u00f6nnen verunsichert sein, wenn sie das erste Mal auf Menschen mit Behinderung treffen.<\/p>\n<p>Wir haben einige Tipps und Hinweise, die eine Kontaktaufnahme erleichtern. Das Wichtigste vorab: Jeder Mensch ist ein Individuum und verh\u00e4lt sich entsprechend individuell. Den typischen Menschen mit Behinderung gibt es genau so wenig wie den typischen Menschen ohne Behinderung. Eine sehr entscheidende Frage ist: Wie m\u00f6chte ich von Au\u00dfenstehenden behandelt und akzeptiert werden? Dementsprechend sollten auch Mitmenschen behandelt werden.<\/p>\n<p>Menschen, die eine Behinderung haben, fallen manchmal etwas mehr auf &#8211; sei es durch Hilfsmittel wie den Rollstuhl oder den Taststock oder auch durch eine andere K\u00f6rperform\/-haltung oder eine andere Stimme.<\/p>\n<p>Im Gespr\u00e4ch ist es f\u00fcr Menschen mit Behinderung oft anstrengend, st\u00e4ndig auf die eigene medizinische Diagnose oder die Behinderung einzugehen. Sie sind n\u00e4mlich nur ein Teil der Person und es gibt viele andere interessante Dinge in Gespr\u00e4chen zu erfahren.<\/p>\n<p>Kinder sind oft eher neugierig und schauen gespannt auf die Hilfsmittel. Ihre Fragen und Blicke sind f\u00fcr viele Menschen mit Behinderung in Ordnung &#8211; denn Ziel ist es, Kinder zu offenen Menschen zu machen. Sie sollen sehen und erfahren, dass die Gesellschaft aus vielen unterschiedlichen Menschen besteht.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-0\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-0\">Kontaktaufnahme<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-0\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-0\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Eine direkte Ansprache ist der erste Schritt f\u00fcr eine Kontaktaufnahme. Bitte f\u00fchren Sie das Gespr\u00e4ch direkt mit der betreffenden Person und immer auf Augenh\u00f6he. Bei Menschen, die in einem Rollstuhl sitzen, ist dies auch im Stehen m\u00f6glich. Bei Bedarf besprechen Sie gern miteinander, welche Position f\u00fcr beide bequem ist.<\/p>\n<p>Wenn Sie mit einer Person mit H\u00f6rbehinderung kommunizieren m\u00f6chten und keine Geb\u00e4rdensprache k\u00f6nnen, weichen Sie auf Alternativen aus. Sprechen Sie klar und deutlich &#8211; aber nicht unbedingt lauter, nutzen Sie Stift und Papier, Ihre Notizfunktion im Smartphone oder eventuell Handzeichen. Bleiben Sie in einer direkten Interaktion mit der Person und drehen Sie sich nicht weg.<\/p>\n<p>Menschen mit kognitiver Behinderung k\u00f6nnen oftmals kurze informative Sachverhalte besser verstehen als detailreiche Erz\u00e4hlungen mit vielen Fremdw\u00f6rtern. Fragen Sie gern nach, ob alles verst\u00e4ndlich war. Versuchen Sie, m\u00f6glichst in einfacher Sprache zu kommunizieren. Weitere Informationen zu Einfacher Sprache erhalten Sie in den weiterf\u00fchrenden Links.<\/p>\n<p>Wenn Sie eine Person mit einer Sehbehinderung ansprechen, warten Sie erst ab, ob der oder die Gespr\u00e4chspartner*in Ihnen die Hand ausstreckt. Ber\u00fchren Sie die Person nicht ungefragt und wenden Sie sich nicht kommentarlos ab.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-1\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-1\">Hilfestellungen anbieten und Barrierefreiheit schaffen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-1\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-1\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Menschen mit Mobilit\u00e4tseinschr\u00e4nkungen sind oftmals auf Hilfsmittel angewiesen, die ihnen die Mobilit\u00e4t im Alltag erm\u00f6glichen. Die Gehhilfe oder der Rollstuhl sind eine Erweiterung und ein Teil des K\u00f6rpers. Bitte schieben oder ziehen Sie nie ungefragt an dem Hilfsmittel, da dadurch auch eine Unfallgefahr entstehen kann. Fragen Sie direkt nach, ob und wie Sie helfen k\u00f6nnen, wenn Sie sich unsicher sind. Akzeptieren Sie auch immer ein Nein der jeweiligen Person.<\/p>\n<p>Menschen mit einer Sehbehinderung sind in manchen Situationen eventuell auf Hilfe bei der Orientierung angewiesen. Fragen Sie die Person zun\u00e4chst, ob Sie helfen k\u00f6nnen und ob Sie ihr gegebenenfalls den Arm reichen d\u00fcrfen, um sie zu unterst\u00fctzen. Bleiben Sie stets in der N\u00e4he und geben Sie klare Anweisungen bez\u00fcglich der Richtung und gegebenenfalls der Bodenbeschaffenheit (Stufen, etc.).<\/p>\n<p>In dem folgenden Artikel <a href=\"https:\/\/www.jetzt.de\/gutes-leben\/wie-du-besser-auf-menschen-mit-koerperbehinderung-zugehst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eSo gehst du besser auf Menschen mit K\u00f6rperbehinderung zu&#8221;<\/a> (jetzt.de, Andrea Corinna Sch\u00f6ne, 21.01.2021) finden Sie weitere Tipps, wie Sie sich diskriminierungsfrei verhalten und Unsicherheiten ablegen k\u00f6nnen.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-2\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-2\">Beratungssituationen und Umgebung barrierefrei gestalten <\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-2\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-2\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Achten Sie darauf, dass Ihre Umgebung barrierefrei gestaltet ist oder helfen Sie gegebenenfalls nach. Oftmals f\u00fchren bereits kleine Verbesserungen dazu, dass sich Menschen mit Behinderung eingeladen und willkommen f\u00fchlen &#8211; wechseln Sie dazu gern die Perspektive und sto\u00dfen Sie \u00c4nderungen an.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Beratungen mit Gefl\u00fcchteten ist es notwendig, den Ort f\u00fcr das Gespr\u00e4ch f\u00fcr alle zug\u00e4nglich zu machen. Wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie mit Betroffenen, laufen Sie gemeinsam die Wege ab, erkunden Sie Orte und dokumentieren Sie das Festgestellte. Geben Sie die M\u00f6glichkeit, Bedarfe abzufragen oder einen direkten Kontakt zu Ihnen bez\u00fcglich Anforderungen, Anmerkungen oder Fragen herzustellen.<\/p>\n<p>Achten Sie auf folgende Gestaltungsm\u00f6glichkeiten:<\/p>\n<ul>\n<li>stufenloser Zugang<\/li>\n<li>barrierefreie Toiletten inklusive H\u00e4ndewaschm\u00f6glichkeiten<\/li>\n<li>Wahlm\u00f6glichkeiten (zum Beispiel verschiedene Sitzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr unterschiedliche Bed\u00fcrfnisse)<\/li>\n<li>Leitsysteme (Kontraststarke und leicht lesbare Beschilderung, taktile Orientierungshilfen, Informationspunkte mit integrierten akustischen Informationssystemen)<\/li>\n<li>mobile Rampe<\/li>\n<li>Induktionsschleifen in R\u00e4umen (\u00dcbermittlung von Signalen und Informationen ohne St\u00f6rger\u00e4usche f\u00fcr Menschen mit H\u00f6rbehinderung, die H\u00f6rger\u00e4te tragen oder ein Cochlea-Implantat haben)<\/li>\n<li>Geb\u00e4rdensprachdolmetscher*innen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zusatzinformation: Teilweise gibt es Simulationen, bei denen Menschen ohne Behinderung tempor\u00e4r Hilfsmittel nutzen und so Alltagssituationen nachstellen k\u00f6nnen. Es ist wichtig, dass solche Aktionen mit Betroffenen durchgef\u00fchrt werden, damit Fragen und Unklarheiten nicht unbeantwortet bleiben. Bei weiterem Interesse zu diesem Thema, h\u00f6ren Sie in die Podcastfolge <a href=\"https:\/\/dieneuenorm.de\/podcast\/rollstuhlexperimente\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rollstuhl-Experimente<\/a> von <a href=\"https:\/\/dieneuenorm.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Neue Norm<\/a> rein oder lesen Sie das Transkript der Folge (Die Neue Norm, 27.01.2020).<\/p>\n<p>Neben der Umsetzung der physischen Barrierefreiheit ist es ebenso wichtig, eine gute Gespr\u00e4chsatmosph\u00e4re w\u00e4hrend einer Beratung zu schaffen:<\/p>\n<ul>\n<li>stellen Sie sich sprachlich und gedanklich auf Ihren Gespr\u00e4chspartner ein<\/li>\n<li>bem\u00fchen Sie sich aktiv um ein gutes Gespr\u00e4ch<\/li>\n<li>achten Sie auf Ihre Lautst\u00e4rke beim Reden<\/li>\n<li>f\u00fchren Sie das Gespr\u00e4ch an einem ruhigen und ungest\u00f6rten Ort<\/li>\n<li>vermeiden Sie laute Nebenger\u00e4usche, die ablenken k\u00f6nnten (Bauarbeiten, Radio, etc.)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sehen Sie die Person im Beratungsgespr\u00e4ch als Menschen und nicht als Aktenfall. H\u00f6ren Sie zu, lassen Sie die Person aussprechen und machen Sie sich gegebenenfalls Notizen, um ein abruptes Unterbrechen des Gespr\u00e4chfadens zu vermeiden und sp\u00e4ter auf eventuelle Unklarheiten nochmals eingehen zu k\u00f6nnen. Zeigen Sie Interesse und interagieren Sie durch eine positive Zuwendung (Verst\u00e4ndnis oder Lob) im Gespr\u00e4ch mit dem Gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Kommunizieren\u00a0Sie nun, dass Sie die Informationen verstanden und notiert haben:\u00a0Geben Sie die Aussagen mit eigenen Worten wieder und fassen Sie die wichtigsten Aspekte noch einmal kurz zusammen. Scheuen Sie sich nicht davor, bei wichtigen Punkten noch einmal nachzuhaken.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-3\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-3\">Barrierefreiheit ist f\u00fcr alle da<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-3\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-3\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Ma\u00dfnahmen, die Menschen mit Behinderung zugutekommen k\u00f6nnen und Teilhabe erm\u00f6glichen, helfen h\u00e4ufig auch anderen Menschen. Dieser sogenannte Curb Cut Effect (der Name bezieht sich auf die Bordsteinabsenkungen, die urspr\u00fcnglich entwickelt wurden, um Stra\u00dfen f\u00fcr Rollstuhlfahrer*innen zug\u00e4nglich zu machen) bezeichnet Ma\u00dfnahmen, die eigentlich schutzbed\u00fcrftigen Gruppen helfen sollen, h\u00e4ufig jedoch allen Menschen zugutekommen. Dazu z\u00e4hlt unter anderem der Aufzug an Bahnh\u00f6fen, der sowohl mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte Personen, aber auch die Eltern mit Kinderwagen bef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Auch digitale Hilfen sind aktuell. Die <a href=\"https:\/\/wheelmap.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wheelmap<\/a> ist eine hilfreiche Onlinekarte f\u00fcr mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte Personen weltweit. Mit einem einfachen Ampelsystem wird die Barrierefreiheit \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Orte markiert, und es kann angegeben werden, ob eine rollstuhlgerechte Toilette verf\u00fcgbar ist. Mit diesen Informationen soll es f\u00fcr mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte Menschen leichter werden, ihren Tag besser zu planen und damit unabh\u00e4ngiger sowie leichter am Alltag teilhaben zu k\u00f6nnen. Gleichzeitig sind die Informationen f\u00fcr jede*n einsehbar und so auch nutzbar. Eine gro\u00dfe Community hilft bei der Markierung von Orten und sensibilisiert so auch andere Nutzer*innen bez\u00fcglich des Themas Barrierefreiheit.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-4\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-4\">Barrierefreiheit ist auch Teilhabe am Digitalen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-4\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-4\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Barrierefreiheit bedeutet nicht nur, einen stufenlosen Zugang mit guter Wegef\u00fchrung nutzen zu k\u00f6nnen, sondern auch einen barrierefreien Zugang zu digitalen Angeboten.<\/p>\n<p>Webseiten k\u00f6nnen barrierefrei konfiguriert werden, damit digitale Hilfsmittel wie Screenreader oder Eingabehilfen genutzt werden. Dazu geh\u00f6ren unter anderem:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Blogsystem \u201eWordpress&#8221; als gute Alternative f\u00fcr die Erstellung von Webseiten<\/li>\n<li>Auswahl eines barrierefreien Designs, um eine gute Men\u00fcf\u00fchrung zu gew\u00e4hrleisten<\/li>\n<li>Tastatursteuerung erm\u00f6glichen<\/li>\n<li>Optimierung von Inhalten f\u00fcr die Sprachausgabe<\/li>\n<li>Erstellung von Dokumenten mit klarer Strukturierung und festgelegter Formatierung (Textbausteine wie unterschiedliche \u00dcberschriftarten nutzen), Schriftgr\u00f6\u00dfe von mindestens 12 pt, serifenfreie Schrift<\/li>\n<li>Einf\u00fcgen von Alternativtexten, um Bilder f\u00fcr blinde Menschen zu beschreiben<\/li>\n<li>passende Kontrastauswahl<\/li>\n<li>Barrierefreiheit auch auf Social Media mitdenken<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei dem Wunsch nach barrierefreien Videos achten Sie bitte auch auf eine Untertitelung, Geb\u00e4rdensprache und Audiodeskription. Unter anderem folgende Anbieter*innen haben sich darauf spezialisiert:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.yomma.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Yomma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/bik-fuer-alle.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Barrierefrei informieren und kommunizieren &#8211; f\u00fcr alle<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr Menschen mit Lernschwierigkeiten ist es wichtig, Informationen in Leichter Sprache zur Verf\u00fcgung zu stellen. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.uni-hildesheim.de\/leichtesprache\/ueber-leichte-sprache\/ueberblick-leichte-sprache\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Uni Hildesheim<\/a> &#8211; Definition, Regeln, Grundlagen, Kontakt zu \u00dcbersetzer*innen<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/leichte-sprache.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lebenshilfe Bremen<\/a> &#8211; Nutzung, \u00dcbersetzungen, Kurse, Kontakte<\/li>\n<\/ul>\nAchten Sie auch bei digitalen Angeboten auf behinderungssensible Sprache.<br \/>\nWeitere Informationen bez\u00fcglich der Gesetzgebung und Standards von Barrierefreiheit im Internet finden Sie auf der Homepage der <a href=\"https:\/\/www.einfach-fuer-alle.de\/blog\/id\/2460\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aktion Mensch<\/a> Fachstellen und Betroffene k\u00f6nnen bei Bedarf Webseiten einsehen und testen:\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de\/DE\/Praxishilfen\/Informationstechnik\/Testen\/testen_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesfachstelle Barrierefreiheit: Testen von digitaler Barrierefreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.bsvh.org\/angebot\/bik.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V.: Barrierefrei informieren und kommunizieren<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Sozialheld*innen bieten zudem folgende <a href=\"https:\/\/sozialhelden.de\/akademie\/individuelle-beratung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beratungen<\/a> an:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/leidmedien.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klischeefreie PR und Bildsprache auf Augenh\u00f6he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ramp-up.me\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Planung und Organisation von inklusiven und barrierefreien Veranstaltungen<\/a><\/li>\n<li>Begehung der R\u00e4umlichkeiten (durch Expert*innen in eigener Sache)<\/li>\n<li>Design f\u00fcr Menschen mit Behinderungen (&#8220;Universal Design&#8221;)<\/li>\n<li>Informationen zur Barrierefreiheit von Tourismusangeboten standardisieren, und vieles mehr<\/li>\n<\/ul>\n<h3>\n\t\tWeiterf\u00fchrende Links zu YouTube, Medien, Artikeln und anderen Quellen\n\t<\/h3>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-0\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-0\">Videos und Clips<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-0\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-0\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<ul>\n<li>DAS IST VOLL BEHINDERT!<br \/>\nIn diesem Clip sprechen die Yotuber MrTrashback und Unge mit dem Aktivisten Raul Krauthausen \u00fcber Behinderung, Jugendsprache und Diskriminierung: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/L_Miv0ZNKfg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/youtu.be\/L_Miv0ZNKfg<\/a><\/li>\n<li>Linus &#8211; Mein Bruder<br \/>\nDer StandUp-Comedian Jon Lorenzen berichtet \u00fcber Situationen mit seinem Bruder Linus, der mit dem Down-Syndrom lebt. Gleichzeitig kritisiert er die diskriminierende Sprache der Gesellschaft: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/0RBK1qmCQ5I\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/youtu.be\/0RBK1qmCQ5I<\/a><\/li>\n<li>Tindern im Rollstuhl<br \/>\nEin Gespr\u00e4ch zwischen Eda Vandetta und Laura Gehlhaar \u00fcber Alltagssituationen und die Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung:<a href=\"https:\/\/youtu.be\/HozPGTr04kQ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> https:\/\/youtu.be\/HozPGTr04kQ<\/a><\/li>\n<li>Biffin und Turner<br \/>\nEin Gespr\u00e4ch zwischen den Br\u00fcdern Biffin und Turner, der Trisomie 21 hat, \u00fcber das Miteinander und die Zukunft: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/sJLSj43nSiI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/youtu.be\/sJLSj43nSiI<\/a><\/li>\n<li>Disability Awareness Training<br \/>\nSeltsame Alltagssituationen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung und wie sie einfach zu umgehen sind: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/Gv1aDEFlXq8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/youtu.be\/Gv1aDEFlXq8<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-1\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-1\">Filmtipps<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-1\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-1\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<ul>\n<li>Crip Camp (Netflix, 2020)<br \/>\nDokumentation \u00fcber die Anf\u00e4nge der Behindertenrechtsbewegung in den USA der 70er Jahre: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/OFS8SpwioZ4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/youtu.be\/OFS8SpwioZ4<\/a><\/li>\n<li>Die Goldfische (2019)<br \/>\nEine Geschichte \u00fcber eine Gruppe von Menschen mit Behinderung, die einen Plan zur Rettung von Schwarzgeld auskl\u00fcgeln: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gJ2lewlOODQ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gJ2lewlOODQ<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-2\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-2\">Artikel<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-2\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-2\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<ul>\n<li>Anja Karliczek schl\u00e4gt Gehaltsuntergrenze f\u00fcr Auszubildende vor.<br \/>\nInhaltlich geht es um die Diskussion \u00fcber eine Gehaltsuntergrenze f\u00fcr Auszubildende, das Titelfoto zeigt eine Person im Rollstuhl in einem Handwerksberuf:\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2019-05\/azubi-mindestlohn-erstes-ausbildungsjahr-mindestverguetung-folgejahre-erhoehung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2019-05\/azubi-mindestlohn-erstes-ausbildungsjahr-mindestverguetung-folgejahre-erhoehung<\/a><\/li>\n<li>Themenschwerpunkt &#8211; Leben mit Behinderung:\u00a0 <a href=\"https:\/\/bit.ly\/3nJlce6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/bit.ly\/3nJlce6<\/a><\/li>\n<li>Hier finden Sie Artikel und Weiterleitungen zu Personen.<br \/>\n\u201eBist du blind, oder was?&#8221; Abstandsregeln sind f\u00fcr mich als Sehbe_hinderte eine Herausforderung. Beschreibung von Alltagssituationen eines Menschen mit einer Sehbehinderung:\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.refinery29.com\/de-de\/2020\/08\/9976464\/sehbehinderung-abstandsregeln-herausforderung-corona?fbclid=IwAR3pAxQnJTxlEyXDtqdNs8QB28xuwyCax5lP7f7iBCMT1COob-Jw2C9VByA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.refinery29.com\/de-de\/2020\/08\/9976464\/sehbehinderung-abstandsregeln-herausforderung-corona?fbclid=IwAR3pAxQnJTxlEyXDtqdNs8QB28xuwyCax5lP7f7iBCMT1COob-Jw2C9VByA<\/a><\/li>\n<li>Rollstuhl-Experimente<br \/>\nIst es m\u00f6glich, durch Simulation eine Behinderung erfahrbar zu machen?: <a href=\"https:\/\/dieneuenorm.de\/podcast\/rollstuhlexperimente\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/dieneuenorm.de\/podcast\/rollstuhlexperimente\/<\/a><\/li>\n<li>So gehst du besser auf Menschen mit K\u00f6rperbehinderung zu:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.jetzt.de\/gutes-leben\/wie-du-besser-auf-menschen-mit-koerperbehinderung-zugehst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.jetzt.de\/gutes-leben\/wie-du-besser-auf-menschen-mit-koerperbehinderung-zugehst<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-3\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-3\">Testseiten<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-3\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-3\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<ul>\n<li>Gesetzgebung und Standards von Barrierefreiheit im Internet. (Aktion Mensch): <a href=\"https:\/\/www.einfach-fuer-alle.de\/blog\/id\/2460\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.einfach-fuer-alle.de\/blog\/id\/2460\/<\/a><\/li>\n<li>Testen Sie hier die Barrierefreiheit von Webseiten: <a href=\"https:\/\/www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de\/DE\/Praxishilfen\/Informationstechnik\/Testen\/testen_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de\/DE\/Praxishilfen\/Informationstechnik\/Testen\/testen_node.html<\/a><\/li>\n<li>Finden Sie wichtige Informationen und Expert*tinnen zum Thema Leichte Sprache: <a href=\"https:\/\/www.uni-hildesheim.de\/leichtesprache\/ueber-leichte-sprache\/ueberblick-leichte-sprache\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.uni-hildesheim.de\/leichtesprache\/ueber-leichte-sprache\/ueberblick-leichte-sprache\/\u00a0<\/a>und <a href=\"https:\/\/leichte-sprache.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/leichte-sprache.de\/<\/a><\/li>\n<li>Bei Fragen um das Thema Geb\u00e4rdensprache wenden Sie sich gerne an den Dienstleister yomma oder an den Bundesverband der Geba\u0308rdensprachdolmetscher*innen Deutschland e. V.: <a href=\"https:\/\/www.yomma.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.yomma.de\/<\/a> und <a href=\"https:\/\/bgsd.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/bgsd.de\/de\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-4\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-4\">Quellen<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-4\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-4\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<ul>\n<li>Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr die Belange von Menschen mit Behinderungen: UN-Behindertenrechtskonvention, Seite 8:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.behindertenbeauftragte.de\/SharedDocs\/Publikationen\/UN_Konvention_deutsch.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.behindertenbeauftragte.de\/SharedDocs\/Publikationen\/UN_Konvention_deutsch.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2<\/a><\/li>\n<li>bpb: Behinderung und Medien &#8211; ein Perspektivwechsel:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/apuz\/221581\/behinderung-und-medien-ein-perspektivwechsel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.bpb.de\/apuz\/221581\/behinderung-und-medien-ein-perspektivwechsel<\/a><\/li>\n<li>DialogBereiter &#8211; Unterkunft sucht Nachbarschaft (Ein Projekt des Sozialhelden e. V.): Gemeinsam gestalten. Erfahrungen und Empfehlungen aus der Arbeit mit Gefl\u00fcchteten: <a href=\"https:\/\/dialogbereiter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DialogBereiter_Broschuere_gemeinsam_gestalten.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/dialogbereiter.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/DialogBereiter_Broschuere_gemeinsam_gestalten.pdf<\/a><\/li>\n<li>Eurostat: Self-perceived long-standing limitations in usual activities due to health problem by sex, age and income quintile:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/appsso.eurostat.ec.europa.eu\/nui\/show.do?dataset=hlth_silc_12\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/appsso.eurostat.ec.europa.eu\/<\/a><\/li>\n<li>SGB IX &#8211; Sozialgestzbuch IX: Neuntes Buch Sozialgesetzbuch &#8211; Begriffsbestimmungen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sozialgesetzbuch-sgb.de\/sgbix\/2.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sozialgesetzbuch-sgb.de\/sgbix\/2.html<\/a><\/li>\n<li>Statistisches Bundesamt: Sozialleistungen &#8211; Schwerbehinderte Menschen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Gesundheit\/Behinderte-Menschen\/Publikationen\/Downloads-Behinderte-Menschen\/schwerbehinderte-2130510179004.pdf?__blob=publicationFile\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Themen\/Gesellschaft-Umwelt\/Gesundheit\/Behinderte-Menschen\/Publikationen\/Downloads-Behinderte-Menschen\/schwerbehinderte-2130510179004.pdf?__blob=publicationFile<\/a><\/li>\n<li>Washington Group on Disability Statistics: About the Washington Group on Disability Statistics:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.washingtongroup-disability.com\/about\/\">https:\/\/www.washingtongroup-disability.com\/about\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.washingtongroup-disability.com\/fileadmin\/uploads\/wg\/Documents\/Washington_Group_Questionnaire__1_-_WG_Short_Set_on_Functioning.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.washingtongroup-disability.com\/fileadmin\/uploads\/wg\/Documents\/Washington_Group_Questionnaire__1_-_WG_Short_Set_on_Functioning.pdf<\/a><\/li>\n<li>WHO Summary &#8211; World Report on Disability, 2011:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apps.who.int\/iris\/bitstream\/handle\/10665\/70670\/WHO_NMH_VIP_11.01_eng.pdf;jsessionid=CD435851CDCBCD436C228C126C7E8644?sequence=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/apps.who.int\/iris\/bitstream\/handle\/10665\/70670\/WHO_NMH_VIP_11.01_eng.pdf;jsessionid=CD435851CDCBCD436C228C126C7E8644?sequence=1<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\t<h2>Historische Entwicklung des Umgangs mit Behinderung in Deutschland<\/h2>\n<p>Der Umgang mit Menschen mit Behinderung erlebte in Deutschland seit den 1960er Jahren einen Paradigmenwechsel: Von der Verwaltung und Aufbewahrung von Menschen mit Behinderung hin zu einem menschenzentrierten Verst\u00e4ndnis von Inklusion und Teilhabe. Dieser Prozess von der Defizit- zur Ressourcenorientierung, von der Bevormundung und F\u00fcrsorge hin zu Selbstbestimmung und selbstverst\u00e4ndlicher Teilhabe ist bei Weitem nicht abgeschlossen &#8211; dennoch haben Menschen mit Behinderung in den vergangenen 60 Jahren mehr Rechte gewonnen.<\/p>\n\t<h3>1933 bis 1945: Systematische Vernichtung von Menschen mit Behinderung<\/h3>\n<p>Im Jahr 1933 tritt das Gesetz zur Verh\u00fctung erbkranken Nachwuchses in Kraft. Das Gesetz sieht die \u201eZwangssterilisierung erblich kranker Menschen&#8221; vor. 1935 folgt das Gesetz zum Schutze der Erbgesundheit des deutschen Volkes. Sie sind im Nationalsozialismus die Grundlage der menschenfeindlichen Gesinnung gegen\u00fcber Menschen mit Behinderung und leiten deren systematische Vernichtung ein. Mit der sogenannten Aktion T4 wurden von 1940 bis 1941 mehr als 70.000 Menschen mit k\u00f6rperlicher und geistiger Behinderung ermordet; Aktion T4 war der Tarnname der daf\u00fcr zust\u00e4ndigen Institution in der Tiergartenstra\u00dfe 4 in Berlin. Die Ermordungen waren Teil der sogenannten Krankenmorde, denen bis 1945 mehr als 200.000 Menschen zum Opfer fielen.<\/p>\n<p>Menschen mit Behinderung wurden mit Medikamenten, Nahrungsentzug oder folternden medizinischen Tests gequ\u00e4lt, bis zu 400.000 wurden zwangssterilisiert. Im N\u00fcrnberger \u00c4rzteprozess (1946-1947) wurden einige wenige \u00c4rztinnen und \u00c4rzte wegen ihrer Beteiligung am \u201eEuthanasieprogramm&#8221; verurteilt; sie hatten vor allem in Konzentrationslagern gearbeitet.<\/p>\n<p>Das Erbe des Nationalsozialismus wirkte lange fort: Erst 2007 erreichte der Bund der \u201eEuthanasie&#8221;-Gesch\u00e4digten und Zwangssterilisierten, dass der Bundestag die nationalsozialistischen Gesetze zur Verh\u00fctung erbkranken Nachwuchses als von Anfang an nicht mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vereinbar und deshalb f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rte. Erst im Jahr 2014 wurde der <a href=\"https:\/\/www.t4-denkmal.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gedenk- und Informationsort f\u00fcr die Opfer der nationalsozialistischen \u201eEuthanasie-Morde&#8221;<\/a> in Berlin er\u00f6ffnet.<\/p>\n<h3>1953: Die Ausgleichsabgabe wird eingef\u00fchrt<\/h3>\n<p>Das sogenannte <a href=\"https:\/\/www.bgbl.de\/xaver\/bgbl\/start.xav?start=%2F%2F%2A%5B%40attr_id%3D%27bgbl153s0389.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl153s0389.pdf%27%5D__1612917329233\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schwerbesch\u00e4digtengesetz<\/a> regelt unter anderem die Feststellung einer Schwerbehinderung. Erstmals werden damit Nachteilsausgleiche und die Verpflichtung von Arbeitgebern zur Besch\u00e4ftigung von Menschen mit Behinderung eingef\u00fchrt. Im Laufe der Zeit wird das Gesetz zum Schwerbehindertengesetz und war bis 2001 in Kraft. Dennoch wurde das Schwerbehindertengesetz erst im Jahr 1974 dahingehend ge\u00e4ndert, dass staatliche Unterst\u00fctzungsleistungen zum ersten Mal nicht mehr von der Ursache, der Art und dem Umfang der Behinderung abhingen. 1986 wurde in einem zweiten Schritt die Beurteilung der Behinderung ver\u00e4ndert: Statt nach dem \u201eGrad der Erwerbsminderung&#8221; wurde nun nach dem \u201eGrad der Behinderung&#8221; eingestuft. Nun stand nicht mehr allein die Frage nach der Leistungsf\u00e4higkeit auf dem Arbeitsmarkt im Zentrum der Beurteilung, sondern es wurden auch individuelle und soziale Aspekte einbezogen.<\/p>\n<h3>1958: Gr\u00fcndung der Lebenshilfe<\/h3>\n<p>Der gemeinn\u00fctzige Verein <a href=\"https:\/\/www.lebenshilfe.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesvereinigung Lebenshilfe<\/a> wurde im Jahr 1958 gegr\u00fcndet. Er versteht sich als Selbsthilfevereinigung und als Eltern-, Fach- und Tr\u00e4gerverband f\u00fcr Menschen insbesondere mit geistiger Behinderung und ihre Familien. F\u00fcnfzehn Fachleute und Eltern gr\u00fcndeten die Bundesvereinigung Lebenshilfe als Lebenshilfe f\u00fcr das geistig behinderte Kind e. V. 2019 hatte der Verband 121.000 Mitglieder, davon 12.150 Menschen mit Behinderung, in 493 Orts- und Kreisvereinigungen.<\/p>\n<h3>1964: Gr\u00fcndung der Aktion Sorgenkind<\/h3>\n<p>Aktion Mensch (bis zum Jahr 2000 Aktion Sorgenkind) ist eine 1964 auf Initiative des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) und der Lebenshilfe hin entstandene F\u00f6rderorganisation, die sich durch Lotterieeinnahmen finanziert. Neben der F\u00f6rderung von Projekten setzt sie sich durch vielf\u00e4ltige Formen der Aufkl\u00e4rung und Sensibilisierung f\u00fcr die Umsetzung von Inklusion ein.<\/p>\n<h3>1965: Bayern f\u00fchrt die allgemeine Schulpflicht f\u00fcr Kinder mit geistiger Behinderung ein<\/h3>\n<p>1949 wird in der DDR die Beschulung von Kindern mit Behinderung geregelt, 1951 in der Bundesrepublik. In Frankfurt am Main wird 1963 die erste Schule f\u00fcr Kinder mit geistiger Behinderung gegr\u00fcndet, die allgemeine Schulpflicht folgt wenig sp\u00e4ter. Allerdings waren schwerbehinderte Kinder bis 1968 noch von der allgemeinen Schulpflicht ausgenommen.<\/p>\n<h3>1975: Erkl\u00e4rung der Vereinten Nationen \u00fcber die Rechte behinderter Menschen<\/h3>\n<p>1975 erscheint die <a href=\"https:\/\/zeitschrift-vereinte-nationen.de\/suche\/zvn\/artikel\/erklaerung-ueber-die-rechte-der-behinderten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erkl\u00e4rung der Rechte der behinderten Menschen<\/a>. Eine der Forderungen betraf den Schutz von Menschen mit Behinderung vor Diskriminierung. In dieser Erkl\u00e4rung hie\u00df es, dass Menschen mit Behinderungen dieselben Menschenrechte genie\u00dfen wie gleichaltrige nichtbehinderte Menschen &#8211; ohne Einschr\u00e4nkung und unabh\u00e4ngig von der Art der Behinderung.<\/p>\n<h3>1978: \u201eKr\u00fcppelbewegung&#8221; lehnt sich gegen Diskriminierung auf<\/h3>\n<p>Ab 1978 gr\u00fcndeten Behindertenrechtsaktivisten sogenannte Kr\u00fcppelgruppen. Ziel der Kr\u00fcppelbewegung war es, eine \u00c4nderung des Blickwinkels auf Behinderung zu erreichen, Behinderung nicht als medizinisches, sondern gesellschaftliches Problem zu begreifen. Die \u201eKr\u00fcppelbewegung&#8221; wies mit dem provokanten Wort \u201eKr\u00fcppel&#8221; auf die Stigmatisierung behinderter Menschen hin und erreichte unter anderem, dass 1994 das Verbot der Benachteiligung aufgrund von Behinderung im Grundgesetz verankert wurde.<\/p>\n<h3>1980: Aufkommen des Integrationsansatzes<\/h3>\n<p>Der Begriff \u201eIntegration&#8221; leitet sich vom lateinischen Wort \u201einteger&#8221; ab, was so viel wie \u201eheil, vollst\u00e4ndig, ganz&#8221; bedeutet. Integration ist im p\u00e4dagogischen Verst\u00e4ndnis die gemeinsame Erziehung und Bildung von Menschen mit und ohne Behinderung im Sinne der Einbeziehung.<\/p>\n<h3>1992: Vormundschaft f\u00fcr Menschen mit Behinderung wird aufgehoben<\/h3>\n<p>Das neu verabschiedete Betreuungsgesetz st\u00e4rkt die Rechte von Menschen mit Behinderung: Seitdem gibt es eine Vormundschaft in Deutschland nur noch f\u00fcr Minderj\u00e4hrige. Der Umfang einer gesetzlichen Betreuung wird nun von einem Gericht festgelegt und beaufsichtigt, <a href=\"https:\/\/www.familienratgeber.de\/rechte-leistungen\/rechte\/rechtliche-betreuung.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die bestellten Betreuer*innen sind zur Beachtung des Willens des*der zu Betreuenden verpflichtet<\/a>.<\/p>\n<h3>1993: Verbot der Benachteiligung ist jetzt Grundrecht<\/h3>\n<p>In Artikel 3 Grundgesetz hei\u00dft es seit 1993 \u201eNiemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden&#8221;.<\/p>\n<h3>2002: Behindertengleichstellungsgesetz regelt Teilhabe am \u00f6ffentlichen Leben<\/h3>\n<p>2002 tritt in Deutschland das <a href=\"http:\/\/service.juris.de\/bgg\/BGG.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Behindertengleichstellungsgesetz (BGG)<\/a> in Kraft. Wurden Menschen mit Behinderung \u00fcber Jahrhunderte hinweg eher als \u201esoziales Problem&#8221; anstatt als gleichberechtigte B\u00fcrger*innen behandelt, so ist das Gesetz ein weiterer Schritt in Richtung Teilhabe: \u201eZiel dieses Gesetzes ist es, die Benachteiligung von behinderten Menschen zu beseitigen und zu verhindern sowie die gleichberechtigte Teilhabe von behinderten Menschen am Leben in der Gesellschaft zu gew\u00e4hrleisten und ihnen eine selbstbestimmte Lebensf\u00fchrung zu erm\u00f6glichen.&#8221;<\/p>\n<p>Die wichtigsten Aussagen des BGG sind das Benachteiligungsverbot und die Pflicht zur Barrierefreiheit. Das Gesetz regelt zum Beispiel die Barrierefreiheit \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude und im Nahverkehr oder den Zugang zu Informationen. Behindertenverb\u00e4nde, Selbstvertretungen sowie der Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr die Belange behinderter Menschen, J\u00fcrgen Dusel, kritisieren jedoch bis heute, dass das Gesetz die Privatwirtschaft nicht einschlie\u00dfe und daher die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Alltag verfehle.<\/p>\n<h3>2006: Das Antidiskriminierungsgesetz verbietet Benachteilgung<\/h3>\n<p>Das <a href=\"http:\/\/service.juris.de\/bgg\/BGG.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antidiskriminerungsgesetz (AGG)<\/a> gilt auch f\u00fcr Menschen mit Behinderung. Nach Paragraf 1 verfolgt das Gesetz das Ziel, \u201eBenachteiligungen aus Gr\u00fcnden der Rasse oder der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identit\u00e4t zu verhindern oder zu beseitigen&#8221;. Erstmals wurde in Deutschland ein Gesetz geschaffen, das den Schutz vor Diskriminierung durch private und wirtschaftliche Akteure umfassend regelt.<\/p>\n<p>Besonders im Arbeitsrecht entstehen dabei neue Regelungen: So muss zum Beispiel der Bewerbungsprozess beginnend mit der Stellenausschreibung diskriminierungsfrei sein; auch Diskriminierungen von Arbeitskolleg*innen und Arbeitgeber*innen sind strafbar. Bei Arbeitsverh\u00e4ltnissen haben Arbeitnehmer*innen den Anspruch auf Schutz vor Benachteiligungen. Sie k\u00f6nnen Schadensersatz oder Entsch\u00e4digung verlangen und sich bei ihren Arbeitgeber*innen \u00fcber Benachteiligungen beschweren.<\/p>\n<h3>2008: \u00dcbereinkommen \u00fcber die Rechte von Menschen mit Behinderungen tritt in Kraft<\/h3>\n<p>Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft ist die Ratifizierung der <a href=\"https:\/\/www.bgbl.de\/xaver\/bgbl\/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;jumpTo=bgbl208s1419.pdf#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl208s1419.pdf%27%5D__1613098038161\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">UN-Konvention \u00fcber die Rechte von Menschen mit Behinderungen<\/a>. Die UN-BRK ist ein v\u00f6lkerrechtlicher Vertrag, den auch Deutschland ratifiziert hat und der die Rechte f\u00fcr Menschen mit Behinderug umfassend definiert. Menschen mit Behinderung werden darin nicht mehr als krank definiert, sondern als gleichberechtigte Menschen, deren Behinderung eher von au\u00dfen erfolgt &#8211; durch Umwelt, Strukturen und gesellschaftliche Einstellungen. Die UN-BRK unterstreicht die Pflicht der Staaten, die Menschenrechte f\u00fcr Menschen mit Behinderung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Mit der Ratifizierung der UN-BRK im Jahr 2009 verpflichtete sich die Bundesrepublik Deutschland, dem Ausschuss der Vereinten Nationen f\u00fcr die Rechte von Menschen mit Behinderungen regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Ma\u00dfnahmen, die sie zur Erf\u00fcllung ihrer Verpflichtungen getroffen hat, und \u00fcber die erzielten Fortschritte zu berichten.<\/p>\n<p>Die Umsetzung der UN-BRK ins deutsche Recht ist umstritten: Wie alle deutschen Gesetze und andere Rechtsvorschriften m\u00fcssen auch Vorschriften der UN-BRK so ausgelegt werden, dass die Auslegung nicht verfassungswidrig ist. Fraglich w\u00e4re eine Auslegung, derzufolge Deutschland jede als notwendig postulierte Ma\u00dfnahme zugunsten von Menschen mit Behinderung finanzieren m\u00fcsste. Denn bei einer Ausweitung des Behinderungsbegriffes und der F\u00f6rderbarkeit von Ma\u00dfnahmen entst\u00fcnden hohe Kosten f\u00fcr die Leistungstr\u00e4ger in Deutschland. Prof. Dr. Ernst-Wilhelm Luthe, Professor f\u00fcr \u00d6ffentliches Recht und Sozialrecht an der Ostfalia Hochschule <a href=\"https:\/\/www.info-sozial.de\/data\/Luthe_Behindertenrechtskonvention.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kommt 2015 zum dem Schluss<\/a>, \u201e(&#8230;) auf bundesrepublikanische Verh\u00e4ltnisse ist sie (die UN-BRK) damit nicht zugeschnitten. Rechtlich beschr\u00e4nkt sich die Wirkungsweise der Konvention im nationalen Rahmen auf die Funktion eines Auslegungsgrundsatzes. Rechte auf Leistungen oder politische Gestaltungspflichten enth\u00e4lt sie im Regelfall nicht&#8221;.<\/p>\n<h3>2017 bis 2023: Einf\u00fchrung und Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG)<\/h3>\n<p>Auf Grundlage der UN-BRK wird die sogenannte Eingliederungshilfe neu geregelt und aus dem SGB XII (Sozialhilfe) in das SGB IX \u00fcberf\u00fchrt. Ziel ist es, eine zeitgem\u00e4\u00dfere Gestaltung mit besserer Nutzerorientierung und Zug\u00e4nglichkeit sowie eine h\u00f6here Effizienz der Eingliederungshilfe zu erreichen. Insgesamt wird mit dem Gesetz ein \u201eSystemwechsel&#8221; beabsichtigt, in dessen Zuge die \u201eEingliederungshilfe&#8221; aus der Sozialhilfe herausgenommen und ein eigenes Leistungsrecht im Neunten Buch des Sozialgesetzbuches (SGB IX) begr\u00fcndet werden soll. Dieses Leistungsrecht soll sich durch seine personenzentrierte Ausrichtung und eine ganzheitliche Bedarfsermittlung auszeichnen, auch die Unterscheidung nach ambulanten und station\u00e4ren Leistungsformen wird aufgegeben.<\/p>\n<p>Das BTHG regelt Anspr\u00fcche wie zum Beispiel die soziale Teilhabe, die Teilhabe am Arbeitsleben oder die Teilhabe an Bildung.<\/p>\n<p>Zahlreiche Verb\u00e4nde \u00e4u\u00dferten Kritik am BTHG: der leistungsberechtigte Personenkreis w\u00fcrde eingeschr\u00e4nkt, die Bevormundung durch Beh\u00f6rden steige, durch die Kostenneutralit\u00e4t enstehe ein Sparzwang und der geplante B\u00fcrokratieabbau lasse sich nicht realisieren. Der Sozialverband VdK Deutschland stellte fest, dass die Behindertenpolitik \u201evon der bevormundenden Tradition der F\u00fcrsorge bestimmt&#8221; bleibe. \u201eKosteneinsparungen und die Verwertbarkeit von Arbeitsleistung stehen im Vordergrund, nicht aber die Selbstbestimmung und B\u00fcrgerrechte von Menschen mit Behinderung. Hier soll offenbar in erster Linie ein Kostenbegrenzungsgesetz und weniger ein Inklusionsgesetz im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention auf den Weg gebracht werden&#8221;, sagte Ulrich Schneider, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Deutschen Parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverbandes.<\/p>\n<p>2023 tritt die vierte Stufe des BTHG in Kraft, die festh\u00e4lt, die Unterst\u00fctzung durch Eingliederungshilfe auf die Personen zu beschr\u00e4nken, die mindestens in f\u00fcnf von neun neu durch das Gesetz definierten Lebensbereichen Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen.<\/p>\n<h2>\n\t\tFAQ Sozialleistungen und Schwerbehindertenausweis\n\t<\/h2>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-0\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-0\">Soll ich f\u00fcr meine*n Kund*in einen Schwerbehindertenausweis beantragen? <\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-0\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-0\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Die Feststellung einer Schwerbehinderung kann zu Minderwertigkeitskomplexen f\u00fchren. Deshalb sollte eine Antragstellung erwogen und begleitet werden. Jedoch \u00fcberwiegen die Vorteile einer amtlich festgestellten Schwerbehinderung.<\/p>\n<p>Entgegen der verbreiteten Annahme muss ein Schwerbehindertenausweis nicht zwingend vorgelegt werden. Ob ihn Betroffenen zum Beispiel ihren Arbeitgeber*innen, bei Theaterbesuchen oder Beh\u00f6rden zeigen, bleibt ihnen selbst \u00fcberlassen &#8211;<a href=\"https:\/\/www.integrationsaemter.de\/Fachlexikon\/Offenbarung-der-Schwerbehinderung\/77c412i1p\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> es gibt keine Offenbarungspflicht<\/a>. Jedoch lohnt sich die Nutzung des Ausweises oft, da damit zahlreiche Verg\u00fcnstigungen verbunden sind. Sie f\u00fchren f\u00fcr Menschen mit Behinderung, die durch ihre Einschr\u00e4nkungen ohnehin finanziell gefordert sind, in vielen F\u00e4llen zu einer sp\u00fcrbaren finanziellen Entlastung.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-1\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-1\">Welche Rechte und Vorteile hat mein*e Kund*in mit einem Schwerbehindertenausweis?<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-1\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-1\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Eine Schwerbehinderung liegt ab einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 vor. Unter Umst\u00e4nden k\u00f6nnen Menschen mit einem GdB von 30 aber Menschen mit einem GdB 50 gleichgestellt werden. Dann profitieren sie von den Gdb-50-Leistungen in vermindertem Umfang. Bei der Anerkennung ihrer Schwerbehinderung erhalten die Betroffenen Zugang zu Leistungen, die man beantragen kann. Je nach GdB gibt es verschiedene Leistungen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schwerbehinderung-vorteile.de\/tabelle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier<\/a> finden Sie eine \u00dcbersicht \u00fcber Nachteilsausgleiche nach GdBs.<\/p>\n<p>Die Erkrankungen und Einschr\u00e4nkungen werden bei der Bestimmung des GdB nicht addiert. Vielmehr wird eine Gesamtbeurteilung des Falls erstellt, die sich im GdB niederschl\u00e4gt. M\u00f6glicherweise wird im ersten Antragsverfahren die kritische Schwelle von 30 beziehungsweise 50 nicht \u00fcberschritten, dann aber lohnt sich in vielen F\u00e4llen ein Einspruch. Kann kein Schwerbehindertenausweis beantragt werden, gibt es andere Arten von Nachteilsausgleichen, f\u00fcr die kein Ausweis ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>Die Arten von Nachteilsausgleichen m\u00fcssen Sie Ihren Kunden*innen erkl\u00e4ren, da die Anspruchsleistungen je nach Grad der Behinderung unterschiedlich sind. Je nach Fall gibt es:<\/p>\n<ul>\n<li>verbesserten K\u00fcndigungsschutz<\/li>\n<li>Sonderurlaub<\/li>\n<li>verg\u00fcnstigte Fahrten mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln<\/li>\n<li>Parkausweise und<\/li>\n<li>\u00c4hnliches<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Leistungen werden jedoch nicht automatisch bewilligt: Parkausweise f\u00fcr Behindertenparkpl\u00e4tze etwa werden nur unter bestimmten Voraussetzungen vergeben und nicht an alle Schwerbehinderte. In vielen Herkunftsl\u00e4ndern erh\u00e4lt man bei der amtlichen Feststellung einer Behinderung eine Rentenzahlung. Dies ist in Deutschland nicht unmittelbar der Fall, was oft zu Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchrt.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-2\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-2\">Soll ich meine*r Kund*in raten, den Schwerbehindertenausweis mit einer Bewerbung einzureichen?<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-2\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-2\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Eine Antwort darauf ist komplex. Zwar steht in Stellenbeschreibungen oft, dass Bewerber*innen mit Schwerbehinderung bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt werden, jedoch stimmt das nicht immer. Oft f\u00fchrt die Offenbarung von Erkrankungen und Behinderung bei Nichtbetroffenen zu gro\u00dfer Verunsicherung. Deshalb k\u00f6nnen Bewerber*innen, bei denen die Einschr\u00e4nkung nicht unmittelbar ersichtlich sind und die keine L\u00fccken im Lebenslauf haben, die durch Behinderung oder Krankheit verursacht wurden, davon profitieren, eine Behinderung bei der Bewerbung nicht anzugeben. Nach der Einstellung und Probezeit k\u00f6nnen Betroffene den Schwerbehindertenausweis immer noch in der Personalabteilung abgeben.<\/p>\n<p>\u00dcber das Vorliegen einer Behinderung besteht Schweigepflicht: Die Fachabteilung oder Vorgesetze d\u00fcrfen dar\u00fcber nicht informiert werden. Eine Ausnahme darf nur dann gemacht werden, wenn die angestrebte oder ausge\u00fcbte T\u00e4tigkeit durch eine Erkrankung oder Behinderung stark eingeschr\u00e4nkt oder unm\u00f6glich ist. Zum Bespiel: Ein*e Kraftfahrer*in ist stark sehbehindert. Als Bewerber*in oder Arbeitnehmer*in muss er oder sie Arbeitgeber*innen \u00fcber die Einschr\u00e4nkung informieren.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-3\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-3\">Was muss ich als Fachkraft bei einem Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis beachten?<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-3\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-3\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Die Antragstellung unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland nur geringf\u00fcgig. Am einfachsten ist es, wenn Sie bei einer Onlinesuche \u201eAntrag Schwerbehindertenausweis + Bundesland + Wohnort&#8221; eingeben, um das richtige Antragsformular zu finden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Berater*innen ist es leicht, den Antrag auszuf\u00fcllen. Dem Formular sollten \u00e4rztliche Gutachten, Fach\u00e4rzt*innenbriefe, Entlassungsberichte des Krankenhauses und \u00c4hnliches beigelegt werden. Gutachten aus dem Herkunftsland sollten \u00fcbersetzt werden. Auch eine pers\u00f6nliche Erkl\u00e4rung \u00fcber den Umfang und die Art der Einschr\u00e4nkungen kann sinnvoll sein, da die medizinischen Unterlagen m\u00f6glicherweise nicht alle Beschwerden beschreiben.<\/p>\nSich den Antragseingang von der Beh\u00f6rde best\u00e4tigen zu lassen, lohnt sich.<br \/>\neinfach teilhaben bietet Ihnen einen sehr guten <a href=\"https:\/\/www.einfach-teilhaben.de\/DE\/AS\/Ratgeber\/01_Schwerbehindertenausweis\/Schwerbehindertenausweis_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00dcberblick \u00fcber die Antragstellung<\/a>.\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-4\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-4\">Gibt es Vorlagen in anderen Sprachen f\u00fcr das Ausf\u00fcllen des Antrags?<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-4\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-4\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Einen Antrag f\u00fcr den Schwerbehindertenausweis in einer anderen Sprache gibt es nicht. Allerdings gibt es Informationen in Leichter Sprache, zum Beispiel vom <a href=\"https:\/\/soziales.niedersachsen.de\/startseite\/leichte_sprache\/schwer_behindert\/merk-blatt-zum-antrag-auf-fest-stellung-von-einer-behinderung-und-schwer-behinderung-183164.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nieders\u00e4chsischen Landesamt f\u00fcr Soziales, Jugend und Familie<\/a>.<\/p>\n<p>Das Land Hamburg hat eine <a href=\"https:\/\/www.hamburg.de\/contentblob\/7430746\/1382945c3d521a852c1318e3bedec634\/data\/broschuere-schweba-leichte-sprache.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brosch\u00fcre in Leichter Sprache<\/a> ver\u00f6ffentlicht, die in der Beratung eingesetzt werden kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_2346\" style=\"width: 221px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2346\" src=\"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/02\/infos-zum-schwerbehinderten-ausweis-211x300.png\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-2346\" class=\"wp-caption-text\">Brosch\u00fcre &#8220;Infos zum Schwerbehinderten-Ausweis und zu den Merk-Zeichen in Leichter Sprache&#8221;<\/p><\/div>\n\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--label-5\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-5\">Welche Einrichtungen\/Vereine sind in der Behindertenarbeit t\u00e4tig? <\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"#\" id=\"fl-accordion--icon-5\" tabindex=\"0\" aria-controls=\"fl-accordion--panel-5\"><i>Expand<\/i><\/a>\n\t\t<p>Einrichtungen und Institutionen, die Menschen mit Behinderung beraten und begleiten, sind vielf\u00e4ltig. Sie unterscheiden sich nach Regionen und Tr\u00e4gern. Gro\u00dfe Tr\u00e4ger sind unter anderem Caritas, Diakonie und Mitglieder des parit\u00e4tischen Wohlfahrtsverbands und zum Beispiel die Lebenshilfe.<\/p>\n<p>Im Jahr 2018 wurden bundesweit \u201eErg\u00e4nzende Unabh\u00e4ngige Teilhabeberatungsstellen (EUTB)&#8221; f\u00fcr Menschen mit Behinderung eingerichtet. Sie informieren \u00fcber das Angebot vor Ort, die Adressen finden sich <a href=\"https:\/\/www.teilhabeberatung.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<\/p>\n\t<h2>Ausgew\u00e4hlte Informationen zum Thema Teilhabe im Internet<\/h2>\n<p>Im Internet gibt es viele hilfreiche Portale, die zum Thema Teilhabe, dem Stand der Umsetzung der UN-BRK und den damit verbundenen Reformprojekten in Deutschland informieren. Daneben bieten die Internetseiten einen \u00dcberblick \u00fcber Angebote und M\u00f6glichkeiten im Bereich der Teilhabe.<\/p>\n\t<p><strong>Tipps zum Leben mit Behinderung allgemein<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Das Portal \u201egemeinsam einfach machen&#8221; des Bundesministeriums f\u00fcr Arbeit und Soziales informiert \u00fcber die UN-Behindertenrechtskonvention, \u00fcber Aktionspl\u00e4ne zur Umsetzung und vieles andere mehr.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gemeinsam-einfach-machen.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.gemeinsam-einfach-machen.de<\/a><\/li>\n<li>Das Webportal des Bundesministeriums f\u00fcr Arbeit und Soziales bietet einen Ratgeber, aktuelle Informationen sowie Veranstaltungs- und Projekthinweise f\u00fcr Menschen mit Behinderung, ihre Angeh\u00f6rigen sowie Verwaltungen und Unternehmen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.einfach-teilhaben.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.einfach-teilhaben.de<\/a><\/li>\n<li>Der \u201eRatgeber f\u00fcr Menschen mit Behinderung&#8221; des Bundesministeriums f\u00fcr Arbeit und Soziales informiert \u00fcber alle Leistungen und Hilfestellungen, auf die Menschen mit Behinderung Anspruch haben &#8211; von der Vorsorge und Fr\u00fcherkennung \u00fcber die Schul- und Berufsausbildung und Berufsf\u00f6rderung bis hin zu Steuererleichterungen. In Ausz\u00fcgen sind die entsprechenden Gesetzestexte enthalten.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/a712-ratgeber-fuer-behinderte-mens.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.bmas.de\/DE\/Service\/Publikationen\/a712-ratgeber-fuer-behinderte-mens.html<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Informationen f\u00fcr Angeh\u00f6rige<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Informationen und Anlaufstellen f\u00fcr Menschen mit Behinderung und ihre Familien finden sich auf der Seite des Familienratgebers von Aktion Mensch. Alle Texte werden auch in Leichter Sprache angeboten.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.familienratgeber.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.familienratgeber.de<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Beratung f\u00fcr Menschen mit Behinderung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Erg\u00e4nzende unabh\u00e4ngige Teilhabeberatung (EUTB) unterst\u00fctzt und ber\u00e4t Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohte Menschen und Angeh\u00f6rige zu Fragen der Rehabilitation und Teilhabe. Auf ihrer Internetseite informiert sie \u00fcber die Ziele und Aufgaben der Fachstellen und stellt Informationen und Materialien zu Verf\u00fcgung.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.teilhabeberatung.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.teilhabeberatung.de<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Rechte von Menschen mit Behinderung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Unter der Rubrik \u201eInformieren&#8221; finden sich bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe viele Informationen zum Thema Teilhabe und Inklusion, besonders zu den Rechten von Menschen mit Behinderung.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.lebenshilfe.de\/informieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.lebenshilfe.de\/informieren\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Arbeit und Behinderung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Integrations\u00e4mter informieren auf einer gemeinsamen Internetseite zum Thema Behinderung und Arbeit.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.integrationsaemter.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.integrationsaemter.de<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Nachrichtenportal f\u00fcr Menschen mit Behinderung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Kobinet bietet Nachrichten und Informationen zur Behindertenpolitik. Das Team des Nachrichtendienstes besteht aus Redakteur*innen, die eine Behinderung haben und\/oder in der Behindertenrechtsbewegung aktiv sind.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kobinet-nachrichten.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.kobinet-nachrichten.org<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Interessenvertretung von und f\u00fcr Menschen mit Behinderung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Sozialhelden arbeiten seit 15 Jahren an L\u00f6sungen f\u00fcr mehr Teilhabe und Barrierefreiheit. Auf ihrer Internetseite finden sich Informationen zu ihren Projekten, zum Beispiel die \u201eWheelmap&#8221; (Karte zu barrierefreien Orten) und \u201eLeidmedien&#8221; (Sensibilisierung f\u00fcr inklusive Sprache), und Ideen zu dem Beratungsangebot der Sozialhelden.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sozialhelden.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.sozialhelden.de<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\t<h2>Weiterf\u00fchrende Links<\/h2>\n\t<p>EUTB<\/p>\nDie Erg\u00e4nzende unabh\u00e4ngige Teilhabeberatung (EUTB) unterst\u00fctzt und ber\u00e4t Menschen mit Behinderung, von Behinderung bedrohte Menschen und Angeh\u00f6rige zu Fragen der Rehabilitation und Teilhabe. Auf ihrer Seite informiert die EUTB \u00fcber die Ziele und Aufgaben der Fachstellen und stellt hilfreiche Infos und Materialien zu Verf\u00fcgung:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.teilhabeberatung.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.teilhabeberatung.de<\/a>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bundesministeriums f\u00fcr Arbeit und Soziales<\/p>\n<p>Das Webportal des Bundesministeriums f\u00fcr Arbeit und Soziale bietet einen Ratgeber, aktuelle Informationen sowie Veranstaltungs- und Projekthinweise f\u00fcr Menschen mit Behinderung, ihre Angeh\u00f6rigen sowie Verwaltungen und Unternehmen: <a href=\"http:\/\/www.einfach-teilhaben.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.einfach-teilhaben.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sozialhelden<\/p>\n<p>Die Sozialhelden arbeiten seit 15 Jahren an verschiedenen L\u00f6sungen f\u00fcr mehr Teilhabe und Barrierefreiheit. Auf ihrer Seite finden sich zum einen Informationen zu den verschiedenen Projekten und Ideen sowie zu dem Beratungsangebot der Sozialhelden: <a href=\"http:\/\/www.sozialhelden.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.sozialhelden.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kobinet<\/p>\n<p>Kobinet bietet aktuelle Nachrichten und Informationen zur Behindertenpolitik. Das Team des Nachrichtendienst besteht aus Redakteur*innen, die eine Behinderung haben oder in der Behindertenbewegung aktiv sind: <a href=\"https:\/\/kobinet-nachrichten.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/kobinet-nachrichten.org\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Familienratgeber<\/p>\n<p>Informationen und Adressen f\u00fcr Menschen mit Behinderung und ihre Familien finden sich auf der Seite des Familienratgebers von Aktion Mensch. Alle Texte werden auch in Leichter Sprache angeboten: <a href=\"http:\/\/www.familienratgeber.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.familienratgeber.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bundesteilhabegesetz<\/p>\n<p>Informationen der Diakonie Deutschland zum Bundesteilhabegesetz: <a href=\"https:\/\/www.diakonie.de\/wissen-kompakt\/bundesteilhabegesetz-bthg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.diakonie.de\/wissen-kompakt\/bundesteilhabegesetz-bthg<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Besondere Kinder Regensburg<\/p>\n<p>Gemeinsam f\u00fcr Familien mit behinderten und chronisch kranken Kindern: <a href=\"http:\/\/www.besondere-kinder-regensburg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.besondere-kinder-regensburg.de\/<\/a><\/p>\n\t<h2>Downloads zum Thema<\/h2>\n\t<p>Leitfaden zur konsequenten Einbeziehung der Belange von Menschen mit Behinderung. Der Leitfaden versucht, eventuelle Auswirkungen administrativen Handelns auf Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen fr\u00fchzeitig zu identifizieren und zu ber\u00fccksichtigen. Er baut auf einer im Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verankerten Ma\u00dfnahme auf. (2017)<\/p>\n\t<a href=\"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/04\/leitfaden_menschen_mit_behinderungen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\n\t\tLeitfaden zur konsequenten Einbeziehung der Belange von Menschen mit Behinderung\t<\/a>\n\t<p>Ratgeber f\u00fcr Menschen mit Behinderung vom BMAS (Stand 2018). \u00dcberblick zu Gesetzen, Zugang zu Leistungen, Rehabilitation, F\u00f6rderung und Teilhabe.<\/p>\n\t<a href=\"https:\/\/crossroads-bis-2024.hi-deutschland-projekte.de\/crossroads\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/04\/a712-ratgeber-fuer-behinderte-mens-390.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\n\t\tRatgeber f\u00fcr Menschen mit Behinderung vom BMAS\t<\/a>\n\t\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grundlegende Informationen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung &copy; Handicap International Einleitung: Teilhabe von Menschen mit Behinderung Das heutige Konzept von Teilhabe f\u00fcr Menschen mit Behinderung ist im historischen Vergleich noch jung. 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